Mutterschaftsvorsorge

Wir begleiten Sie in Ihrer Schwangerschaft bis zur Entbindung und möchten Sie mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen.

Ablauf normaler Vorsorgeuntersuchungen:

Nach Feststellung einer sicher intakten Schwangerschaft in der 7.-12. Schwangerschaftswoche (Nachweis von Herzaktionen) wird der Mutterpass angelegt. Hierfür erfolgt eine Blutentnahme zur Bestimmung des Hämoglobins, der Blutgruppe, Überprüfung der Rötelnimmunität, Antikörper-Suchtest und Ausschluss wichtiger ansteckender Infektionen wie Lues, Chlamydien und auf Wunsch HIV.

Sinnvoll ist die zusätzliche Untersuchung auf Toxoplasmose, Cytomegalie und das TSH um eine Schilddrüsenunter- oder -überfunktion auszuschließen. Auch die Bestimmung des Vitamin D Status sowie ein Abstrich auf ß-hämolysierende Streptokokken in der 36.-37. SSW sind sinnvolle Untersuchungen.

Einige Krankenkassen erstatten jetzt einige Untersuchungen ganz oder teilweise, ein Informationsschreiben dazu erhalten Sie bei Feststellung der Schwangerschaft.

Wir beraten Sie hinsichtlich Ernährung, Parodontitisprophylaxe und -behandlung, der Bedeutung einer gesunden Darmflora und sprechen mit Ihnen über Ihre berufliche Situation.

Bei anhaltenden Stresssituationen erhalten Sie von uns ein Individuelles Beschäftigungsverbot, da bekannt ist, dass Stress der Mutter beim Kind zu Stress-Folgeerkrankungen führt, die sein weiteres Leben prägen können.

Arbeiten Sie in einem Beruf, der sich nicht mit den Mutterschaftsrichtlinien vereinbaren lässt (zum Beispiel Friseurinnen, Arzthelferinnen) und ist ein innerbetrieblicher Arbeitsplatzwechsel nicht möglich, muss der Arbeitgeber ein Allgemeines Beschäftigungsverbot aussprechen.

Dann wird der voraussichtliche Entbindungstermin festgelegt. Sie werden über Möglichkeiten, Risiken und Grenzen der vorgeburtlichen Diagnostik wie First Trimester Screening („Nackenfaltenmessung“ 11+6 SSW bis 13+6 SSW), Fruchtwasseruntersuchung (16. SSW) und spezielle Organultraschalluntersuchungen (20-21 SSW) aufgeklärt.

Der FETALIS Test ist ein Bluttest bei der Mutter ab der 10+0 SSW. Er wird derzeit noch nicht von den Kassen übernommen. Innerhalb von 3-7 Tagen liegt mit 90%iger Sicherheit eine Aussage zu Trisomie 13,18,21 und zum Monosomie X Syndrom vor. Die Geschlechtsmitteilung des Kindes darf ab Woche 14+0 SSW erfolgen.

Bei Interesse sprechen Sie uns bitte an.

Von der STIKO (Ständige Impfkommission) wird eine Impfung auf Keuchhusten ab dem 4. Schwangerschaftsmonat sowie eine Grippeschutzimpfung im Winter empfohlen. Auch hierzu erhalten Sie schriftliche Informationen und werden gebeten anzukreuzen, ob sie eine Impfung wünschen oder nicht.

Das Ziel, die Häufigkeit des Schwangerschaftsdiabetes zu reduzieren kann erreicht werden, wenn frühzeitig zu Beginn der kindlichen Insulinproduktion in der 19-21 SSW ein Zuckerbelastungstest mit 75 g Glucose und gleichzeitiger Insulinbestimmung veranlasst wird.

Von den Krankenkassen ist ein Screeningtest mit 50 g Glucose in der 24+1 bis 27+6 Schwangerschaftswoche vorgesehen.

Von nun an werden Sie bis zur 32. SSW in 4-wöchigen Abständen untersucht, danach bis zum Geburtstermin alle 2 Wochen unter Beachtung von Gewichtszunahme, Blutdruck, Muttermundbeschaffenheit, Kindsbewegungen und evtl. Cardiotokogramm CTG, was bei normal verlaufener Schwangerschaft NICHT zur Vorsorge gehört. Wir wenden es bei besonderer Fragestellung (z.B. vorzeitige Wehen, Beschwerden, wachstumsretardierten Kindern) an.

Bei Auffälligkeiten im Schwangerschaftsverlauf werden Sie auch in kürzeren Abständen untersucht.

Wir wechseln uns gern mit Ihrer Hebamme mit den Vorsorgeuntersuchungen ab; dabei sind aber 2 Dinge zu beachten:

WIR müssen alle Laborleistungen durchführen da sie zum obligaten Leistungsinhalt einer niedergelassenen Gynäkologin gehören!

WIR müssen Sie ab dem errechneten Termin alle 2 Tage sehen, um die Fruchtwassermenge zu kontrollieren.

Ab dem 8. Tag über dem errechneten Termin (ET+8) verweisen wir Sie dann zur weiteren Behandlung in Ihre Geburtsklinik.

Ultraschalluntersuchungen sind im Rahmen der Vorsorge 3x vorgesehen, und zwar in der 9-12., 19-22. und 29-32. SSW.

Einige Krankenkassen übernehmen jetzt einen 4. Ultraschall - Informationen dazu erhalten Sie im Servicepaket am Anfang der Schwangerschaft.

Das „Baby-Fernsehen“ führen wir von der 25-30. SSW durch; es stellt KEINE Kassenleistung dar und ist ab 2021 komplett verboten!

Bitte beachten Sie, dass ein Wechsel von/zu einer anderen Gynäkologin/Gynäkologen im laufenden Quartal nicht möglich ist!