Wechseljahre


Durch eine um circa 30-35 Jahre gestiegene Lebenserwartung in den letzten 220 Jahren in Deutschland werden Wechseljahre jetzt er-lebt.

Die Evolution hätte sicher 100 000 Jahre gebraucht, um unsere Hormonsysteme auf ein solches Alter anzupassen. Die Folge:

Unsere Hormonsysteme altern, sowohl Eierstöcke als auch Nebennierenrinde reduzieren ihre Funktion deutlich.

Wechseljahre unterteilen sich in verschiedene Abschnitte (Prämenopause – Menopause –   Postmenopause). Die Menstruation wird unregelmäßiger, häufig zunächst auch stärker, dann zunehmend schwächer und geringer.

Jede Frau erlebt ihre Wechseljahre anders: Einige wenige haben keinerlei Beschwerden, andere milde bis starke Symptome, wie zum Beispiel Hitzewallungen und Schlafstörungen, psychische Symptome und depressive Stimmungsschwankungen bis zu großer Gereiztheit und Erschöpfung.

Mit der Zeit passt sich der Körper den Veränderungen an und die Beschwerden lassen nach. Durch die Hormonumstellung steigt langfristig allerdings das Risiko für Osteoporose sowie auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle. Viele Frauen klagen während und nach den Wechseljahren über Gewichtszunahme (viszerales gefährliches Bauchfett). Gleichzeitig können Haut und die Schleimhäute der Scheide, Blase und Harnwege trockener werden.

Mit naturheilkundlichen Mitteln kann man versuchen die Beschwerden zu lindern, was in wenigen Fällen gelingt.

Ansonsten bietet sich eine Menopausale Hormontherapie mit physiologischen „naturidentischen“ Hormonen an.

Mittlerweile sind die Daten der „Womens health study” (1998) analysiert und in den nachfolgenden 20 Jahren wurden eine Vielzahl von Studien durchgeführt, die ein anderes Bild zeichnen:

Es ist wichtig

  • Zur richtigen Zeit (maximal 5 Jahre nach Sistieren der Regelblutung)
  • die richtigen Hormone
  • in der richtigen Applikationsform
  • unter Beachtung der Kontraindikationen

zu verordnen.

Die Frauen profitieren davon, Wechseljahresbeschwerden lassen sehr schnell nach und es bestehen deutlich weniger Krankheitsrisiken!

Dazu messen wir bei unklarer hormoneller Lage Ihre Hormone, verordnen dann Hormone und kontrollieren nach 14 Tagen die Höhe der Spiegel im Blut.

Alle 6 Monate führen wir eine Ultraschallkontrolle der Gebärmutterschleimhaut durch und tasten Ihre Brust ab.

Faktoren wie Übergewicht, metabolisches Syndrom, Bewegungsmangel, Kuhmilchverzehr, Alkohol und Genuss von rotem Fleisch steigern das Brustkrebsrisiko ebenso wie jahrelanger Gebrauch der Antibabypille (Studie im New England Journal of Medicine (2017; 377: 2228–2239). Lidegaard ermittelt für Frauen, die aktuell oder in der jüngeren Vergangenheit hormonelle Kontrazeptiva benutzten, ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko.

Das Brustkrebsrisiko bei „natürlichen“ Hormonen ist vernachlässigbar gering und Studien ermöglichen leider nicht nur Untersuchungen von Frauen ohne oben genannte Risikofaktoren – daher sind Aussagen zu dem Thema „Bioidentische Hormone“ und Brustkrebsrisiko mehr als kritisch zu bewerten, bei anderer Applikationsform und Gebrauch synthetischer Hormone sind Zusammenhänge offensichtlich.

Aber auch wichtige Hormone der Nebenniere wie DHEA und Pregnenolon sinken im Altersverlauf mit deutlichen Symptomen für die betroffenen Frauen.

Bei Interesse sprechen Sie uns gerne an!